Medicina: Oncoematologia pediatrica: Leucemia linfoblastica acuta
Deutsch |
akute leukämie |
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Zuverlässigkeit des Belegs |
3
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Definition |
Bei akuter Leukämie entarten immer die Stammzellen der Hämopoese. Pathophysiologisch kommt es durch eine klonale ungehemmte Proliferation leukämischer "Blasten" zur Verdrängung der normalen Hämopoese. Die Krankheit führt unbehandelt nach Wochen bis Monaten zum Tode. Abhängig von der Ursprungszelle werden diejenigen akuten Leukämien, die von lymphatischen Vorläuferzellen ausgehen, akute lymphatische Leukämien genannt (ALL), alle anderen Formen als akute nicht lymphatische Leukämie (ANLL) bezeichnet. In den meisten Fällen ist der Begriff deckungsgleich mit der akuten myeloischen Leukämie (AML). Die Definition der akuten Leukämien im Kindesalter hat sich hinsichtlich der ungünstigen Prognose durch den Einsatz einer Kombinationschemotherapie vollkommen geändert. Die Herstellung einer normalen Hämopoese (Remission ) gelingt bei der ALL in nahezu 98%, bei der ANLL in ca. 80%. Ein 5-Jahres-rezidivfreies Überleben wird bei ALL mit 70%, bei der ANLL mit 50% angegeben.
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Quelle Definition |
de07
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Kontext |
Man unterscheidet dabei zwischen akuten und chronischen Leukämien; die akute Leukämie hat einen raschen Verlauf und führt ohne Therapie innerhalb kurzer Zeit zum Tod. Es kommt zu einer massiven Vermehrung der Leukämiezellen, die dann in verschiedenen Organen abgelagert werden (v.a. Leber, Milz, Hirnhäute).
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Quelle Kontext |
de08
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Quelle Abbildung |
http://hsc.virginia.edu/medicine/clinical/pathology/educ/innes/text/wcd/leukintro.html
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Bereich |
Pädiatrische Onkohämatologie
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Oberbegriff |
Leukämie
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Unterbegriff |
ALL, ANLL, AML, akute biphänotypische Leukämie, biklonale Leukämie
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en |
acute leukemia
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it |
leucemia acuta
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Zuverlässigkeitscode |
3
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