Deutsch |
csfs |
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Zuverlässigkeit des Belegs |
3
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Variante |
Colony-Stimulating Factors
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Definition |
zu den Zytokinen gehörende hämatopoetische Wachstumsfaktoren; ein Glykoprotein der ±-Globulinfraktion (MG ca. 45 000), im Zusammenspiel mit Erythropoetin bedeutsam für die Proliferation u. granulozytäre Differenzierung der pluripotenten hämatopoetischen Stammzellen (s.a. Blutbildung). Wird von Lymphozyten, Monozyten, Endothel u. Fibroblasten produziert. Regt in Zellkulturen die Bildung von Zellkolonien durch die heranreifenden Progenitorzellen der Granulo- u. Erythropoese an. G-CSF u. GM-CSF werden mittels rekombinanter Technologie als hoch aufgereinigte Moleküle hergestellt u. therapeutisch bei hämatologischen u. Tumorkrankheiten eingesetzt; G-CSF z.B. zur Prophylaxe der Neutropenie nach myelotoxischer Therapie, nach Knochenmarktransplantation, bei AIDS-Patienten mit Neutropenie.
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Quelle Definition |
Roche Lexikon Medizin, 4. Auflage
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Kontext |
Alle Zellen des Blutes stammen von den gleichen pluripotenten Stammzellen ab; die Steuerung der Hämopoese geschieht durch Cytokine (Proteinmediatoren) insbesondere die Kolonie-stimulierenden Faktoren (CSF ).Dieser Name wurde durch Hämatologen der 70er Jahre geprägt, die bei Ausstrichen von Blut auf Agarplatten Wachstum von Zellkolonien erhielten, wenn diese Faktoren anwesend waren. Seit den 80ern sind CSFs durch die Gentechnik synthetisch verfügbar und stellen sehr erfolgreiche Medikamente dar, z.B. G-CSF, GM-CSF, Erythropoetin und demnächst voraussichtlich Thrombopoetin. Sie werden zum Beispiel angewandt, wenn das Knochenmark durch Chemotherapie oder Bestrahlung geschädigt worden ist, um die Blutzellbildung wieder in Gang zu setzen.
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Synonym |
koloniestimulierender Faktor
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Bereich |
Pädiatrische Onkohämatologie
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en |
colony-stimulating factors
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it |
CSF
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Zuverlässigkeitscode |
3
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