Deutsch |
mrd (de) |
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Zuverlässigkeit des Belegs |
3
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Variante |
minimal residual disease
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Definition |
Seit Anfang der 90er Jahre stehen Techniken zur Verfügung, mit deren Hilfe nach Erreichen der morphologisch kompletten Remission(<5% Blasten) die minimale Resterkrankung (MRD) bestimmt werden kann. Bei einer Sensitivität von bis zu 1 Leukämiezelle unter einer Million normaler Zellen kann eine Ab- bzw. Zunahme der Leukämiezellen registriert werden. Der Therapieerfolg wird individuell überprüfbar, so dass eine genauere Therapiesteuerung (Reduktion oder Intensivierung von Therapie, frühzeitige Stammzelltransplantation) möglich ist. Als Detektiersystem werden in erster Linie molekulare Marker für klonspezifische Umlagerungen der T-Zellrezeptor- und Immunglobulingene eingesetzt.Bei Nachweis residueller Leukämiezellen bei zwei aufeinanderfolgenden Punktionszeitpunkten nach Erreichen der morphologischen Remission besteht ein hohes Rückfallrisiko. Je mehr und je länger Leukämiezellen beobachtet werden, desto höher das Rückfallrisiko.
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Quelle Definition |
http://www.ukl.uni-freiburg.de/zentral/tumorzen/medizin_info/state-of-the-art-2000.htm
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Kontext |
Die Etablierung der multiparametrischen Immunphänotypisierung als sensitive, objektivierbare Methode zur Diagnostik der minimalen Resterkrankung (MRD ) bei akuten Leukämien im Kindesalter soll die risikoadaptierte Therapie optimieren. Die Identifizierung prognostisch relevanter Antigenexpressionsmuster und die Detektion persistierender oder wiederauftretender Blastenpopulationen können wichtige Hinweise zur Therapiestratifizierung geben, um die Heilungschancen der Kinder zu verbessern.
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Quelle Kontext |
http://medweb.uni-muenster.de/institute/paedonco/forschung/aml/Immunphaenotypisierung.htm
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Synonym |
minimale Resterkrankung; minimale residuelle Leukämie, minimale leukämische Resterkrankung, Residualleukämie
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Bereich |
Pädiatrische Onkohämatologie
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en |
MRD
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it |
MRM
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Zuverlässigkeitscode |
3
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