Medicina: Oncoematologia pediatrica: Leucemia linfoblastica acuta
Deutsch |
pcr (de) |
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Zuverlässigkeit des Belegs |
3
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Variante |
polymerase chain reaction
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Definition |
enzymatische Vermehrung von DNS, um aus wenig Probenmaterial in Stunden genügend Material für die genetische Analyse der Nucleinsäuresequenzen zu gewinnen (s.a. Schema); Anw. z.B. zur Erkennung bestimmter Gendefekte in Chorionzottenbiopsiematerial, in der Gerichtsmedizin (Vaterschaftsdiagnostik, Identitätsprüfung), in der Virologie (Identifizierung einzelner Stämme, z.B. Hepatitisviren) sowie in der Analyse stammesgeschichtlicher Zusammenhänge.
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Quelle Definition |
Roche Lexikon Medizin.
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Kontext |
Die PCR -Analyse kann spezifische Genveränderungen nachweisen, die die Diagnose etablieren; sie ist dabei weniger aufwendig und empfindlicher als zytogenetische Analysen.Die PCR dient zur Diagnose einer Philadelphia-positiven ALL, gleichzeitig kann bei Nachweis eines ALL-typischen m-bcr-Rearrangements ein primärer Blastenschub einer CML weitgehend ausgeschlossen werden. Ein weiterer Vorteil der PCR gegenüber der Karyotypanalyse liegt in der höheren Sensitivität: in optimierten, extrem sensitiven PCR-Reaktionen ("geschachtelte PCR") ist es möglich, eine leukämische Zelle in einem Hintergrund von 105 normalen Zellen nachzuweisen. Die PCR bietet die Möglichkeit, nach therapeutischen Maßnahmen (Chemotherapie, Knochenmarktransplantation) minimale Reste leukämischer Zellen nachzuweisen und deren Zu- oder Abnahme im Verlauf der Erkrankung zu quantifizieren. Bei positiven PCR- Ergebnissen nach Knochenmarktransplantation kann eine therapeutische Intervention in einem sehr frühen Stadium erwogen werden, selbst wenn zytogenetische Befunde noch unauffällig sind.
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Quelle Kontext |
de12
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Synonym |
Polymerase-Kettenreaktion
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Bereich |
Pädiatrische Onkohämatologie
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Verbundene Termini |
Genotypisierung, Molekularbiologie.
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en |
PCR
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it |
PCR
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Zuverlässigkeitscode |
3
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